04.09.2018

50 Jahre Werbering Kempen

Viel Leben und Sehenswertes

Die Straße ist nicht nur eine Einfallstraße für die Bewohner des Kempener Südens, sondern bietet auch viele schöne Geschäfte und Gastronomie.

Die Einzelhändler sind stolz auf ihre Peterstraße (v.l.). Vertreter von Goldschmiede Ewert, Weinhaus Straeten, Schuhkolade, Boves – Chic mit Stick, Strumpfhaus Kempkens und Land Liebe – Die Floristen.
Die Einzelhändler sind stolz auf ihre Peterstraße (v.l.). Vertreter von Goldschmiede Ewert, Weinhaus Straeten, Schuhkolade, Boves – Chic mit Stick, Strumpfhaus Kempkens und Land Liebe – Die Floristen.
Auf der Peterstraße ist immer was los. Viele gastronomische Betriebe und schöne Geschäfte haben sich dort etabliert. Für viele fahrradfahrende Kempener, die aus dem Süden der Stadt kommen, ist die Fußgängerzone eine wichtige Einfallstraße in die Innenstadt. 

Ihren Namen verdankt die Straße der Kapelle St. Peter im Süden, dem ältesten Gotteshaus des Kempener Landes. Den Kempenern diente die Straße schließlich in früheren Zeiten als „Zugangsstraße“ zu dem kleinen Gotteshaus, dessen Gründung einer volkstümlichen Legende zufolge auf Karl den Großen zurückgeht. Auch die Peterstraße selbst hat heute noch einige schöne Sehenswürdigkeiten zu bieten. Vom Ring aus kommend ist da zunächst der Peterturm, der früher zum Petertor, einem von vier großen Stadttoren, gehörte. Es war einer von zwei Türmen, von seinem Gegenüber wurden bei Bauarbeiten in den 1980er Jahren Überreste gefunden und andeutungsweise wieder aufgemauert. Vom eigentlichen Haupttor ist nichts mehr erhalten. Es wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts wegen Baufälligkeit abgerissen. Ein Modell an dieser Stelle zeigt aber noch die früheren Ausmaße der Anlage.

Wenige Meter weiter sieht man an der Ecke zum Donkwall das neue Mehrfamilienhaus der Firma Ralf Schmitz, das im vergangenen Jahr gebaut wurde und hochwertige Wohnungen zu bieten hat. Geht man die Straße entlang, passiert man einige Denkmäler, zum Beispiel das Heiligenhäuschen mit der Muttergottes aus dem späten 19. Jahrhundert, das zweigeschossige Wohnhaus, das Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde und heute das Restaurant Comix beherbergt, oder das schmucke Haus an der Peterstraße 30, erbaut 1777, in dem Die Cravatte beheimatet ist. Beim Gang hat man den Blick aber auch immer frei auf eines der Schmuckstücke der Altstadt: Haus Schmitz, ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert. Heute ist dort das Strumpfhaus Kempkes zu finden.

Bereits 1990 ist Ute Ewert mit ihrer Goldschmiede von der Vorster Straße zu ihrem heutigen Standort an der Peterstraße 17 gezogen. Inzwischen führt Tochter Susanne Nauels das Geschäft. Durch die immer schön gestalteten Schaufester erhascht man auch einen Blick ins Atelier, in dem traditionell und mit viel Liebe zum Detail gearbeitet wird. Gefertigt werden dort ganz individuelle Schmuckstücke nach Kundenwünschen. Aber auch Umgestaltung und Reparaturen sind möglich.

Die Goldschmiede Ewert möchte den Kunden fernab der Massenware individuelle Schmuckstücke zu bezahlbaren Preisen anbieten. Eine persönliche Beratung gehört da natürlich immer dazu. Qualität und Beratung werden den Kunden wieder wichtiger, hat Susanne Nauels festgestellt. Auch immer mehr jüngere Kunden kommen gerne in das Fachgeschäft.

Von Trends kann man beim Schmuck nicht sprechen. Aber Klassisches ist bei den Kunden wieder verstärkt gefragt. Kleine Collierkettchen werden zum Beispiel zurzeit wieder gerne getragen. Antragsringe seien ebenfalls wieder im Kommen, sagt Susanne Nauels. „Die Wünsche sind da sehr individuell. Aber oft ist ein Goldring mit einem Brillanten gefragt – ganz klassisch, wie früher“, sagt die Goldschmiedemeisterin.

An der Ecke zur Heilig- Geist-Straße liegt das Geschäft „Boves Chic mit Stick“. Brigitte Boves ist mit ihrem Geschäft zwar schon seit mehr als 20 Jahren in der Kempener Altstadt zu finden, aber erst seit drei Jahren an der Peterstraße 32. Von der Engerstraße war sie hierher gezogen und fühlt sic mit ihrem Team am neuen Standort sehr wohl. „Wir haben eine gute Nachbarschaft hier“, sagt die Einzelhändlerin. Zusammen bemühe man sich immer, die Straße schön zu gestalten, und man sei auch bei den großen Festen des Werberings bei den aktuell vier verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr gerne dabei.

„Der Werbering gibt sich immer viel Mühe“, lobt Brigitte Boves. Ob Frühlingsfest oder Handwerkermarkt – es gebe viele schöne Feste, die die Gäste in die Altstadt locken. Für die Inhaberin reichen die aktuellen Angebote aber vollkommen aus. „Lieber weniger Feste, bei denen man auch etwas Besonderes bietet, womit man sich von anderen abhebt“, ist ihre Devise, und das gelinge in Kempen zurzeit sehr gut.

Beim jüngsten Frühlingsfest konnte Brigitte Boves ihre neueste Sortimentserweiterung, gemütliche und gleichzeitig hübsche „Homewear“ für Damen, auf dem Laufsteg auf dem Buttermarkt präsentieren. Im Sommer sind die Shorts und lässigen Pants aus einem leichten Stoff und dazu passende schicke T-Shirts – besonders auch für junge Frauen – sehr gut angekommen. Jetzt kommt die neue Kollektion für Herbst und Winter ins Geschäft. Wenn es draußen kälter wird, kann man es sich damit zu Hause so richtig gemütlich machen. Auch Damennachtwäsche findet man bei Boves.

Traditionell gehören zum Sortiment zudem Hand- und Duschtücher, Bademäntel, Servietten und Geschirrtücher sowie Kinder-Nachtwäsche. Für Herren gibt es Unter- sowie Tag- und Nachtwäsche. Auch Tischdecken nach Maß sowie Teppiche für den Bad- und Wohnbereich sind dort zu finden.

An der Peterstraße 29 führt Claudia Pinkle bereits seit elf Jahren ihr Geschäft „Schuhkolade“ mit Damenmode, Schuhen, Handtaschen und Accessoires. Sie ist Schriftführerin im Werbering-Vorstand und freut sich über die tolle Truppe. „Wir können gemeinsam echt etwas bewegen“, sagt die Händlerin und hat dabei zum Beispiel das neue gelungene Frühlingsfest mit Modenschau im Sinn.

Goldschmiede Ewert 
Peterstraße 17 
Tel.: 02152 510410
goldschmiede-ewert.de

Boves
Peterstr. 32
Tel.: 02152 - 510947

Schuhkolade
Peterstraße 29
Tel.: 02152/8080041

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