3.8.2018

Retour le Tour

Erik Vranken von Staubwolke Fischeln: Per Sprint zum Sieg

Der ehrgeizige 17-jährige Erik Vranken startet für Staubwolke Fischeln.

Erik Vranken fährt für Staubwolke Fischeln.
Erik Vranken fährt für Staubwolke Fischeln.
Im Hauptfeld irgendwie ins Ziel kommen – das ist nicht die Motivation von Erik Vranken. Der Nachwuchsfahrer von Staubwolke Fischeln gehört eher zum Schlag Radsportler, der gerne Attacken setzt, in einer Ausreißergruppe Richtung Zielgerade entkommt, um dann noch einmal aus dem Sattel zu gehen, auf Sieg zu fahren. So gewann er das Breetlook-City-Rennen im Mai in Hüls, und so entschied er auch beim Rennen Rund in Fischeln zuvor den Tagessieg für sich. Ein Sprint aus der Gruppe heraus, so will Vranken gewinnen.

Dafür arbeitet der 17-Jährige hart an sich. Er geht regelmäßig schwimmen, besucht aber auch ein Fitnessstudio, um sich die nötige Kraft anzueignen, die „Sprintfähigkeit“, wie er sagt: „Ich mag die kurzen Rennen, die mit den Sprints, die Positionskämpfe, das Timing“, sagt Vranken. In Krefeld will er im Juniorenrennen am 3. August den dritten Heimsieg des Jahres einfahren, zumindest auf dem Podium stehen. Vranken startet für Staubwolke Fischeln, ist aber ein Hülser Jung.

Seit zwei Jahren geht er bei Rennen an den Start, seit vier Jahren bestreitet er Rennrad sport. Was begeistert ihn an seinem Sport? „Ich mag das Windschattenfahren, das von Taktik geprägt ist. Nicht der Stärkste gewinnt ein Rennen, sondern der mit der meisten Übersicht.“ Vranken, der Stratege auf dem Rad, der lauert, den richtigen Moment abpasst, dann davonzieht und im besten Fall nicht mehr eingeholt wird. Der 17-Jährige gehört zusammen mit Carlo Verwiebe zur Trainingsgruppe von Jörg Mölls. Im Dezember wird er 18. „Ich werde nächstes Jahr in der C-Klasse fahren. Ansonsten lasse ich alles auf mich zukommen. “ Ein echter Sprinter werden, das hat sich Erik Vranken fest vorgenommen.

Institution auf dem Rad

Seit 20 Jahren fährt Jörg Mölls für Staubwolke Fischeln.

Jörg Mölls ist auch mit 50 Jahren noch aktiver Radsportler.
Jörg Mölls ist auch mit 50 Jahren noch aktiver Radsportler.
Jörg Mölls hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Der Moerser betreibt seit 25 Jahren im Ortsteil Kapellen ein Fahrradgeschäft. Selbstredend sind bei ihm auch Rennräder im Sortiment. Denn das ist seine große Leidenschaft. In der Jugend saß er noch auf dem BMX-Rad, mit 19 Jahren ging es dann auf das schnelle Gefährt. Und dort ist er geblieben. Jörg Mölls hat die Rennen nicht gezählt, die er seitdem gefahren ist, Mindestens zwei bis drei waren es jedes Jahr, oft auch 25, quasi ohne Unterbrechung bis heute. Der Moerser wird im Dezember 51. Mölls ist eine Krefelder Institution auf dem Rad. Seit 20 Jahren fährt er für Staubwolke Fischeln.

Angefangen hat seine Laufbahn bei einem kleinen Verein in Issum. Über Neuss und Kempen landete er bei Staubwolke, wo er heute Fahrer und Sponsor ist. Die Radsport-Szene hatte ihn im Sinn für das Krefelder Rennen am 3. August. Mölls erhielt eine Einladung, nahm dankend an: „Es ist für mich eine Ehre, dass ich da teilnehmen kann. Es werden hochkarätige Fahrer dabei sein. Es ist schön, da mitmachen zu können.“ Der gebürtige Duisburger war schon vor 20 Jahren beim Kriterium in Krefeld dabei, damals gehörte noch ein gewisser Sprinter namens Erik Zabel dem Feld an. Diesmal wird Mölls gegen dessen Sohn Rick Zabel antreten. Mölls geht im Profi- und im Derny-Rennen an den Start: „Ziel ist es immer, vorne mit dabei zu sein und weit vorne anzukommen.“

Allrounder auf dem Rad

Sebastian Breuer trainiert wie ein Profi – bis zu 25 000 Kilometer im Jahr.

2017 gewann Sebastian Breuer das Rennen „Rund in Fischeln.“
2017 gewann Sebastian Breuer das Rennen „Rund in Fischeln.“
Früher spielte Sebastian Breuer für den Krefelder EV. Auch Triathlon hat der 28-Jährige ausprobiert, aber irgendwann kam der Krefelder über Umwege zum Radsport. Angefangen hat er bei Staubwolke Fischeln, später ging es weiter bis zu seinem heutigen Verein ETW Cycling, ein Club aus Freiburg, der 2015 aus dem CyclingTeam Bochum hervorgegangen ist und national wie international an den Start geht. Sebastian Breuer fuhr lange Jahre nur auf dem Mountainbike, er gehörte zur MTB-Mannschaft, stand im Kader für die Nationalmannschaft für die Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaft in Südtirol. Auf der Straße ist er ein Allrounder, wie er sich selbst beschreibt. Seine Stärke ist das Bergfahren, da kommen ihm einige Eigenschaften eines Mountainbike-Fahrers durchaus entgegen.

Heute lebt Sebastian Breuer berufsbedingt in Flörsheim nahe Frankfurt, seine Familie wohnt weiter in Krefeld, wohin Breuer auch immer wieder zurückkehrt. Er weiß, was es heißt, in Krefeld zu fahren, in seiner Heimat. Ein Idol kennt Breuer nicht.

Wenn er heute den Fernseher für die Tour de France einschaltet, sieht er auf den Straßen Frankreichs zwei alte Weggefährten aus der Bundesliga. John Degenkolb und Marcel Kittel fuhren mit ihm zusammen in einer Altersklasse.

„Natürlich ist der Traum eines jeden kleinen Radfahrers, einmal die Tour de France zu fahren“, sagt Breuer, „aber ich habe mich halt für die Ausbildung entschieden.“ Trainieren tut Breuer wie ein Profi – bis zu 25 000 Kilometer spult er im Jahr auf dem Rad ab. Im Vorjahr gewann Breuer das Rennen „Rund in Fischeln.“ In seiner Karriere kommen so einige Erfolge zusammen.

AUTOGRAMMSTUNDE

DIE Teilnehmer der Tour de France geben von 19.30 bis 19.45 Uhr Autogramme: Rick Zabel am Stand der WZ, Nikias Arndt am MINI Fahrzeug von Auto Becker Klausmann neben der Bühne, Marcel Sieberg am Fahrzeug vom SKODA Zentrum Krefeld, am VIP-Eingang und Nils Politt am Stand der Stadt.
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