3.8.2018

Retour le Tour

Krefelder Derny-Wettrennen: Temporeich und spektakulär

Beim Derny-Rennen geben Fahrräder mit Hilfsmotor das Tempo vor. In Krefeld wird es wieder eine solche Wettfahrt geben.

Nikias Arndt wird auch diesmal beim Krefelder Derny-Wettrennen an den Start gehen.
Nikias Arndt wird auch diesmal beim Krefelder Derny-Wettrennen an den Start gehen.
Die Motoren brummen, der Auspuff stottert. Die Derny-Rennen haben in den Niederlanden, Belgien und Deutschland schon eine lange Tradition. Der Name geht auf den Franzosen und Radrennfahrer Roger Derny zurück, der das Gefährt für Schrittmacherdienste Ende der 1930er-Jahre einsetzte. Heute gibt es überall solche Rennen. Auch in Krefeld. Vorjahressieger Nikias Arndt wird auch diesmal an den Start gehen.

Die Dernys sind Fahrräder mit Hilfsmotor mit einer Leistung von etwa fünf PS. Der Pilot muss zusätzlich ins Pedal treten, auch um ein besseres Gefühl für die Geschwindigkeit zu haben. Jeder Teilnehmer erhält einen Derny-Fahrer zugewiesen. Elf Starter wird es in Krefeld geben.

Durch die Fahrt im Windschatten können höhere Geschwindigkeiten erzielt werden als auf offener Strecke. Es gibt Prämien, aber auch die Derny-Piloten werden bezahlt. „Das macht es für viele Vereine finanziell schwer, solche Rennen auszutragen“, sagt Mitorganisator Christian A. Kölker.

Für die Zuschauer ergeben sich aber spektakuläre Bilder, eine Mischung aus Akustik durch die Motoren und den Geruch auf der Strecke. Knifflig sind die 90-Grad-Kurven auf dem Krefelder Rundkurs. Bis zu 90 km/h erreichen die Dernys auf der Bahn, auf der Straße sind es je nach Länge der Geraden bis zu 75 km/h.

In Krefeld, so Friedhelm Hentschel, Organisator der Fahrer, wird auf der Breite Straße mit bis zu 65 km/h zu rechnen sein. Dabei ist auch immer fahrerisches Geschick gefragt, denn der Dernyfahrer darf die Radrennsportler nicht in Bedrängnis bringen und muss ein Gespür für die Situation haben. Wie viel Tempo kann man dem Radsportler hinter der Maschine zumuten? Kommuniziert wird über Kommandos. Daher sind die meisten Derny-Fahrer ehemalige Radsportler. Derny-Rennen haben immer auch einen Showeffekt, sie bringen etwas Buntes in den Sporttag der Radfahrer.

Tölke & Fischer Auto Pepper GmbH & Co. KG

Grußwort Oberbürgermeister Frank Meyer

Oberbürgermeister Frank Meyer
Oberbürgermeister Frank Meyer
Liebe Radsportfans von nah und fern,

ich begrüße Sie ganz herzlich in der Krefelder Innenstadt zur zweiten Auflage von „Retour le Tour“. Anders als 2017 machte die Tour de France diesmal keine Station in der Region, was dem Radsportfieber in Krefeld aber keinen Abbruch tun dürfte. Denn wer sich an die Premiere im vergangenen Jahr erinnert, weiß, dass die Veranstalter aus dem Stand ein tolles Event auf die Beine gestellt haben. Zwar wurde nun die Strecke geändert, Start und Ziel befinden sich aber erneut direkt am Dionysius-Platz. Der komplett rechtwinklige neue Kurs verspricht noch höhere Durchgangsgeschwindigkeiten mit vielen Zwischensprints und natürlich dem Endspurt auf der Breitestraße. Die Anwohner können sich freuen, erstmals Radsport direkt vor ihrer Haustüre erleben zu können.

Mit dabei natürlich wieder einige der Fahrer, die in den vergangenen Wochen in Frankreich Höchstleistungen ablieferten. Radrennen in Krefeld haben eine lange Tradition, sei es auf den ehemaligen Bahnen im Kaiser-Wilhelm-Park oder auf dem Sportplatz Bremerhafen an der Grenzstraße, in verschiedenen Stadtteilen und auch in der Innenstadt. Die „SWK-Classics“ und „Rund um die Sparkasse“ lockten stets Tausende in die City und auch diesmal hoffe ich auf einen Ansturm der Krefelder, wenn die Startschüsse zu den verschiedenen Rennen fallen.

Besonders schön finde ich, dass die Veranstalter neben dem Hauptrennen mit den Profis auch der Jugend und den Amateuren einen Platz bieten, ihrem Sport nachzugehen. Allen Fahrern wünsche ich dabei viel Erfolg, und den Besuchern einen tollen Abend mit vielen prickelnden Momenten. Kette rechts!

Ihr Oberbürgermeister
Frank Meyer

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