Starke Gemeinschaft für Kempen

50 Jahre Werbering Kempen:Starke Gemeinschaft für Kempen

Die Händlergemeinschaft ist mit 180 Mitgliedern und einem aktiven Vorstand gut aufgestellt. Gemeinsam will man sich den Herausforderungen stellen.

In diesem Jahr wird der Werbering Kempen 50 Jahre alt und kann auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückblicken. Seit 2014 wird die Gemeinschaft, die mittlerweile 110 Mitglieder und dazu noch 70 Förder- und Gastronomiemitglieder hat, vom Vorsitzenden Armin Horst geführt.

Horst sieht viele gute Entwicklungen, von denen die Händler heute noch profitieren. Zum Beispiel die beliebte Weihnachtsverlosung. Der Erfolg der „Weihnachtsmärkchen“ spricht für sich. Mehr als 100.000 Glückskarten landeten im vergangenen Advent in der Lostrommel. War der Hauptgewinn im Jahre 1968 noch ein VW Käfer im Wert von knapp 4000 DM, werden inzwischen Jahr für Jahr über 20 000 Euro an Bar- und Gutscheingewinnen ausgeschüttet.

Im Jahr gibt es viele Aktionen und vier verkaufsoffene Sonntage

Im Laufe der Jahrzehnte hat der Werbering mit Überschüssen aus der Verlosung einige Projekte für die Verschönerung der Stadt finanziert, so zum Beispiel eine Ausschilderung des historischen Stadtrundgangs sowie einige hochwertige Spielgeräte aus massiver Bronze in der Fußgängerzone.

Viele beliebte Veranstaltungen, verbunden mit vier verkaufsoffenen Sonntagen, führt der Werbering pro Jahr in der Stadt durch. Weihnachtsmärkte und Altstadtfest stammen noch aus seiner Anfangszeit. Aber in der genauen Ausgestaltung haben sich die Feste über die Jahre hinweg weiterentwickelt. Zum Altstadtfest gehören mittlerweile die Highland Games und der Mittelaltermarkt rund um die Burg als fester Bestandteil dazu. Der Weihnachtsmarkt ist zum „Markt der Sterne“ geworden.


Eine neue Erfindung ist das Frühlingsfest. Zweimal hat es bereits stattgefunden und mit Moden- und Produktschau sowie Ständen viele Besucher in die Stadt gelockt. Im Oktober ist darüber hinaus der Handwerkermarkt mit historischem und modernem Handwerk im Kalender vermerkt.

Ein weiterer Erfolg ist der Verkauf von Werbering-Einkaufs- und Verzehrgutscheinen durch die Sparkasse, die Volksbank und Schreibwaren Beckers. Mit jährlich rund 20 000 verkauften Gutscheinen im Wert von je fünf Euro und neuerdings 44 Euro wird dafür gesorgt, dass die Kunden dieses Geld ausschließlich in Kempener Geschäften und Gastronomiebetrieben ausgeben.

Der Werbering lobt die sehr gute und enge Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing der Stadt Kempen sowie die guten Beziehungen zu den politischen Fraktionen im Stadtrat. „Aus vielen Gesprächen mit den Werbegemeinschaften umliegender Kommunen wird deutlich, dass dies nicht selbstverständlich ist. Daher ist der Kempener Werbering aus Anlass seines 50-jährigen Bestehens diesen Partnern zu großem Dank verpflichtet“, betont Geschäftsführer Fred Klaas.

Hohe Mobilität und Wunsch nach Abwechslung spielen eine Rolle

Seit einigen Jahren nehmen Werbering-Vorstandsmitglieder regelmäßig an Veranstaltungen zum Thema Tourismus teil. In der heutigen Zeit seien maßgeschneiderte Angebote für definierte Zielgruppen aufgrund der hohen Mobilität und der Suche der Menschen nach aktiven Freizeitbeschäftigungen unabdingbar, um sowohl neue Kunden als auch Stammbesucher anzulocken, sagt Fred Klaas. Das zeige unter anderem der Wohnmobilpark am Aqua Sol, der für eine Belebung der Innenstadt und der Gastronomie sorgt. Seit Jahren kämpft der Werbering zudem für ein weiteres gutes Hotel innerhalb der Stadt.

Eine Herausforderung für den Werbering ist auf jeden Fall die Konkurrenz durch den Online-Handel, dem der Kempener Einzelhandel mit eigenen Strategien im Netz entgegentreten möchte. „Ich bin zuversichtlich, dass wir da mithalten können“, sagt Vorsitzender Armin Horst.

Einheitliche Öffnungszeiten für die Geschäfte in der Stadt sind ein Dauerbrenner-Thema, das den Werbering immer wieder beschäftigt. Zudem hält der Werbering bei den Geschäftsflächen stets die Augen offen. „Wir haben das Problem, dass die Geschäftsflächen immer größer werden müssen. Bei Neubauprojekten müssen wir daran denken, denn es ist die einzige Möglichkeit, zugkräftige Geschäfte anzusiedeln“, erklärt Armin Horst. Zum Beispiel seien die Ansiedlungen eines Lebensmittelgeschäfts sowie eines großen Sportgeschäfts in der Altstadt schon daran gescheitert, dass es keine passenden Flächen gab.

Für den Vorsitzenden zeichnet es den Verein aus, dass sich eine Gemeinschaft der Händler entwickelt habe und man Probleme gemeinsam angehe.