Auch das Auge altert

Meine Gesundheit:Auch das Auge altert

Ab etwa 40 Jahren beginnt die Alterssichtigkeit

Man sitzt auf dem Sofa und sieht gemütlich fern. Das Auge kann sich dabei entspannen, denn der Fernseher befindet sich in der Regel in einer Entfernung, die normalerweise keine oder kaum eine dynamische Anpassung der Augenlinse erforderlich macht. Dann aber kommt der Werbeblock, und man sucht auf der Fernbedienung die Stummtaste. Plötzlich sieht die Sache fürs Auge schon anders aus. Die Fernbedienung muss in die Hand genommen werden, um sie zu bedienen, und befindet sich somit in einer Entfernung von etwa 30 bis 40 Zentimetern. Jetzt braucht das Auge deutlich mehr optische Brechkraft, um die Stummtaste scharf auf der Netzhaut abbilden zu können. Es akkommodiert, die Augenlinse wölbt sich – und der Fernseher verstummt. Steht man dann auf, um in die Küche zu gehen, um etwa die Knabbereien aufzufüllen, muss die Augenlinse ihre Brechkraft wieder verringern und flacht entsprechend ab.

Dieses Spiel aus Aufwölben und Abflachen betreibt die Linse den lieben langen Tag, ohne dass man es merkt. Bis dann das vierte Lebensjahrzehnt beginnt. Mit Mitte 40 hat die Augenlinse bei den meisten Menschen ihre Elastizität so weit verloren, dass das Nahsehen nicht mehr anstrengungsfrei möglich ist. Ab jetzt sind optische Hilfsmittel, wie zum Beispiel eine Lesebrille, erforderlich. Sie liefert den Augen die nötigen Dioptrien, die der natürlichen Akkommodation fehlen.

Wer sonst keine Fehlsichtigkeit hat, greift in der Regel auf eine solche reine Nahbrille zurück, die beim Augenoptiker individuell für ihn angefertigt wird. Lesehilfen mit Standard-Dioptrie-Werten aus dem Super- oder Drogeriemarkt können als „Notbehelf“ zum Einsatz kommen, wenn die angepasste Lesebrille einmal nicht zur Hand ist. Für den dauerhaften Gebrauch sind sie nicht empfehlenswert. Um eine erste Einschätzung zu bekommen, kann man unter www.1xo.de einen Online-Sehtest machen.

Für Menschen, die bereits eine Kurz- oder Weitsichtigkeit haben, bieten sich eine Gleitsichtbrille oder multifokale Kontaktlinsen an. Sie können mehr als eine Sehdistanz korrigieren und ermöglichen somit ein stufenlos scharfes Sehen in allen Entfernungen. Da diese optischen Hilfsmittel bestimmter Messungen und einer individuellen Anpassung und Beratung bedürfen, ist der Besuch im Fachgeschäft hierfür unumgänglich. Online erworbenen Brillen oder Kontaktlinsen fehlen wichtige Daten für die Anpassung, weshalb sie zum Beispiel im Straßenverkehr eine Gefahr darstellen können, wenn der Träger nicht optimal damit sieht.


Genug Freiraum für die Füße

Bei Fußfehlstellungen helfen die richtigen Schuhe.

Unter Fußfehlstellungen leiden viele Bundesbürger. Allein über zehn Millionen Deutsche – vor allem Frauen – sind von einer Schiefstellung des großen Zehs betroffen, also einem Hallux valgus. Aber auch sogenannte Hammer- und Krallenzehen machen den Menschen zu schaffen: Es brennt, reibt und drückt beim Laufen. Das jahrelange Tragen zu hoher und zu enger geschlossener Schuhe ist neben genetischer Veranlagung und einem schwachen Bindegewebe eine der Hauptursachen für diese Fußprobleme.

Schmerzen und Druckstellen vermeiden

Wer unter einer Zehenfehlstellung leidet, hat häufig Probleme, gut passende und bequeme Schuhe zu finden. Je nach Krankheitsbild benötigen die Zehen mehr Platz in der Höhe oder an der Seite. In vielen Schuhen drücken die Zehen an dem Schuhschaft und es bilden sich Hühneraugen, Schwielen oder sogar Entzündungen. Ein normaler Bewegungsablauf ist dann kaum mehr möglich.

Ratsam sind flache Schuhe, die den Füßen einen guten Halt böten, aber den Zehen dennoch genügend Freiraum lassen. Eine Schmerzbildung verhindern können beispielsweise Schuhe mit Stretcheinsätzen im Schaft. Da diese Schuhe besonders dehnfähig sind, passen sie sich perfekt an die jeweilige Fußform an. So wird kaum Druck auf den Fuß ausgeübt.

Auch beim An- und Abschwellen der Füße im Tagesverlauf passt sich Stretchmaterial an. Darüber hinaus empfehlen sich bei Fußdeformationen und schmerzempfindlichen Füßen Schuhe aus weichem Obermaterial mit Klettverschlüssen oder Gummizügen.

Sinnvoll bei Fehlstellungen wie dem Hallux valgus sind zudem Übungen, die die Fußmuskulatur aufbauen. Am besten nimmt man sich abends oder morgens ein paar Minuten Zeit für die Zehengymnastik. Zwar lässt sich der Prozess der Fehlstellung nicht zurückdrehen, aber je besser die Fußmuskulatur ausgebaut ist, umso besser kann der Ist-Zustand erhalten werden.

Am besten oft auf weichen Böden barfuß gehen

Auch regelmäßiges Barfußlaufen auf weichen Böden wird von Orthopäden bei einem Hallux valgus empfohlen. Im Fall von großen Schmerzen ist eine Operation jedoch fast unumgänglich.