Jaguar F-Type Rallye & Sondermodel F-Type Chequered Flag

Fahrspass:Jaguar F-Type Rallye & Sondermodel F-Type Chequered Flag

Jaguar feiert seinen offiziellen Einstieg in den Motorsport vor 70 Jahren – und gönnt sich zwei Rallye-Versionen des offenen F-Type und ein Sondermodell.

Mit dem Jaguar XK120 verortet der britische Autohersteller seinen offiziellen Einstieg in den Motorsport. Der offene Zweisitzer wurde im Oktober 1948 auf der London Motor Show präsentiert und war zunächst eher eine Notlösung: Der Sechszylinder-Reihenmotor unter der Haube war eigentlich für eine schnelle Limousine entwickelt worden - doch deren Karosserie war nicht rechtzeitig fertig geworden. So entstand rund um den 3442 ccm großen Motor ein schnittiger und heckgetriebener Roadster, der 200 km/h schnell war. Anfang der 1950er Jahre schaffte es der XK120 mit dem Kennzeichen NUB120 bei legendären Motorsportveranstaltungen gleich auf die vorderen Plätze. Am Volant: Ian Appleyard und Patricia Lyons, die Tochter von Jaguar-Gründer Sir William Lyons.

Grund genug für Jaguar, jetzt Jubiläum zu feiern.

Was lag näher, als sich selbst ein Geschenk zu machen? Die Designer um Simon Butterworth und ein Team von Ingenieuren um Tanmay Dube bauten zwei F-Type Cabrios zu Rallye- Fahrzeugen um, die dem Reglement des Weltmotorsportverbandes FIA entsprechen. Die beiden - wie der einstige XK120 - weiß lackierten F-Type bekamen einen stabilen Überrollkäfig, Rennsitze mit Sechspunkt-Gurten, Feuerlöscher, einen zentralen Ausschalter für die Elektrik, einen Hebel, mit dem sich alle Assistenzsysteme wie ABS & Co. abschalten lassen und eine hydraulische Handbremse mit einem extra langen Stock für flotte Kurvendrifts. Die Dämpfer sind je nach Fahrbahnoberfläche dreifach verstellbar. Dazu kommen ein Sperrdifferenzial sowie verstärkte Bremsen und Aufhängungen, handgearbeitete Dämpfer und weichere Federn, damit die Autos auch mit Vollgas harte Schotterprüfungen überstehen. Auf die Motorhaube wurde eine Batterie von vier Zusatzscheinwerfern montiert – eine preisgekrönte Schönheit wie den F-Type kann nichts verhunzen.

Unter der Haube arbeitet der 2-Liter-Vierzylinder aus dem F-Type. Warum keiner der bis zu 380 PS starken V6-Kompressormotoren? Aus Gewichtsgründen habe man sich für den leichteren Vierzylinder entschieden, sagt Dube. Entstanden ist eine Art Mischwesen zwischen Rallye- und Straßenauto. Mittig im Cockpit ist nach wie vor der übliche Touchscreen zu finden mit Schaltern für zum Beispiel Rückfahrkamera und Mediasystem. Funktionieren tut weder das eine wie das andere. Oder: Der Rallye-Roadster hat weder Faltverdeck noch Seitenscheiben - aber oben am Rahmen der Frontscheibe sind ganz selbstverständlich die Verschlüsse fürs Verdeck zu finden. Was fehlt? Zum Paket müsste eigentlich je eine Waschmaschine gehören - denn mit einem Roadster über dreckige Schlamm- und Schotterpisten zu heizen, ist nur bedingt eine gute Idee. Wenn auch eine, die Spaß macht.

Entsprechend lustvoll lässt sich der Rallye-Jaguar über das hauseigene Testgelände Fen End jagen. Die Lenkung könnte zwar etwas weniger leichtgängig sein, aber auch so folgt der Roadster präzise allen Vorgaben, geht ab wie eine Raubkatze beim Sprung auf ihre Beute, schlingert durch den Matsch, poltert durch Schlaglöcher, schlittert um enge Kurven. Lohn der Tour de Matsch: Massenhaft Spaß, weder Schrammen noch Beulen - und voll eingesaute Jeans und Jacke.

In den Verkauf gehen die beiden Einzelstücke nicht.

Sie sollen in den kommenden Monaten von Jaguar vor allem als Showcars unter anderem bei bei Rennsportveranstalungen eingesetzt werden.

Wer dennoch auch auf dem Fahrersitz an das Motorsport-Jubiläum erinnert werden will, für den bietet Jaguar mit dem Sondermodel F-Type Chequered Flag die deutlich zivilere Version zum Rallyauto. Basierend auf der R-Dynamic-Variante kommt es mit breiteren Seitenschwellern, als Coupé und Cabrio, reichlich Chequered Flag-Emblemen außen und innen, Sitzen in Windsor- Leder - und natürlich einer roten Markierung am Lenkrad für die 12-Uhr-Stellung. Angeboten wird das Sondermodell mit wahlweise drei Motoren. Jürgen Wolff, press-inform


Preckel GmbH & Co. KG

Gestraffte Gesichtszüge

Audi schärft die Gesichtszüge seiner sportlichen Doppelsitzer TT RS und TT RS Roadster nach. Der nächste Sommer kann kommen; der aufgeladene Fünfzylinder blubbert schon.

Die Ingolstädter überarbeiten die beiden Topmodelle der TT-Reihe, Audi TT RS und TT RS Roadster. Die optischen Veränderungen sind dabei durchaus erkennbar, aber alles andere als auffallend. Front und Heck wurden in Details neu gezeichnet und wirken somit noch markanter als zuvor.

Neu ist der schwarz glänzende Wabengrill mit seinem mattschwarzen Rahmen. Größer als zuvor sind auch die Lufteinlässe an der Front, hinter denen sich hinter dem Wabengitter zusätzliche Wasserkühler befinden. Am Heck gibt es neben einer neu gestalteten Heckschürze mit vertikal angedeuteten Luftauslässen nunmehr auf Wunsch OLEDRückleuchten und einen feststehenden Heckflügel. „Der neue TT RS ist in absoluter Bestform“, sagt Michael-Julius Renz, Geschäftsführer von Audi Sport, „wie ein austrainierter Athlet zeigt er noch mehr, wie viel Kraft unter seiner muskulösen Außenhaut steckt.“

Technisch blieb alles beim Alten.

Der aufgeladene Fünfzylinder beschleunigt der doppelsitziger Allradler in 3,7 Sekunden auf Tempo 100 und wird auf Wunsch bei 280 km/h abgeregelt. Oliver Hoffmann, technischer Geschäftsführer von Audi Sport: „Für die herausragende Performance sorgen das niedrige Gewicht, das maximal sportlich abgestimmte Fahrwerk und unser preisgekrönter Fünfzylinder. Während die sportlich abgestimmte Progressivlenkung serienmäßig an Bord ist, hat der TT-RS-Interessent die Wahl zwischen 19 oder 20 Zoll großen Rädern. Die Bremssättel sind serienmäßig schwarz lackiert, optional in Rot.

Auf Wunsch ist das Sportfahrwerk mit adaptiven Dämpfern in der Magnetic-Ride- Technologie verfügbar. Nach wie vor ist die Instrumentierung des Audi TT RS allein auf den Fahrer zugeschnitten. Ein zentrales Display in der Mitte der Armaturentafel für Navigation, Soundsystem oder weitere Einstellungen fehlt auch weiterhin. Selbst das Navigationssystem mit Freitextsuche und natürlicher Sprachsteuerung oder WLAN-Hotspot gehören bei dem Topmodell nicht zur Serienausstattung.

Wenn der Fünfzylinderklang akustisch einmal nicht ausreichend begeistern sollte, hilft das Bang & Olufsen Soundsystem mit einer Leistung von 680 Watt. Der überarbeitete Audi TT RS ist ab sofort bestellbar und steht als Coupé und Roadster ab dem Frühjahr bei den Händlern. Der Preis für das Coupé liegt bei 67.700 Euro; der Roadster startet bei 70.500 Euro. Stefan Grundhoff; press-inform