Tierpaten des Krefelder Zoos: Ingrid und Dieter Wotke

Krefelder Zoo-Zeitung:Tierpaten des Krefelder Zoos: Ingrid und Dieter Wotke

Das Ehepaar Wotke hat sein Herz an den Krefelder Zoo verloren. Beide haben eine Jahreskarte und sind Tier-Paten.

Wer mit Ingrid und Dieter Wotke durch den Zoo geht, merkt es ganz schnell: Das Krefelder Rentner-Ehepaar ist beim Personal ebenso bekannt wie beliebt. Ein freundlicher Gruß vom Gärtner hier, eine Umarmung der Küchenfee im Restaurant Grotenburgschlösschen dort, dazwischen ein kurzes Winken von einem Tierpfleger – solche Erlebnisse wechseln sich ständig ab. Kein Wunder: „Wir sind mindestens einmal in der Woche hier“, berichtet Dieter Wotke (74).

Die Wurzeln der Zoo-Leidenschaft sind bei seiner Frau (73) früh gelegt worden: In unmittelbarer Nähe in Bockum geboren, hat sie sich schon als Kind gerne die Tiere angeschaut. Im Erwachsenenalter bereiste sie mit ihrem Mann die ganze Welt und besuchte mit ihm Nationalparks in Afrika, Australien und Asien. Gemeinsam konnten sie so viele Tiere in freier Wildbahn erleben. Vor rund 15 Jahren begannen sie dann damit, die Zoos in Deutschland zu bereisen – wobei die Anlage in Krefeld ihr Heimatzoo blieb.

47 Jahre hat das Ehepaar in Düsseldorf gelebt und gearbeitet. „Nach Krefeld und in den Zoo sind wir schon damals regelmäßig gefahren“, berichtet Ingrid Wotke. Eigentlich habe immer festgestanden: „Wenn wir einmal im Ruhestand sind, ziehen wir wieder in die Nähe des Zoos.“ So ist es auch gekommen: An der Uerdinger Straße, nur 1,2 Kilometer entfernt, haben sie eine Mietwohnung gefunden. „Von dort aus können wir bequem zu Fuß gehen.“
                 

Den Zoofreunden sind die Wotkes 2014 beigetreten, sie besitzen eine Jahreskarte (davon gibt es derzeit 18 000), haben den Verein im Testament bedacht und haben für Tiere Patenschaften übernommen. „Mit den chinesischen Muntjaks haben wir begonnen“, sagt Dieter Wotke. Als die Patenschaft nach zwei Jahren endete, übernahmen sie eine zweite, diesmal dreijährige Patenschaft für die kleine Hirschart. Dann aber wollten sie sich einmal einer anderen Tierart zuwenden. „Eigentlich wollten wir Paten eines Nashorn-Babys werden“, erzählt Ingrid Wotke. Da bei den Dickhäutern die Geburt aber auf sich warten ließ, sind sie nun gemeinsam mit zwei weiteren Ehepaaren die Paten von Gorilla-Baby Bobóto geworden.

„Tierpaten haben wir derzeit rund 800“, berichtet Zoo-Sprecherin Petra Schwinn. Jedes Tier könne dafür ausgewählt werden, der Preis richtet sich nach der Seltenheit des Tieres und dem Pflegeaufwand. Patenschaften gibt es von 30 Euro (Schmetterling, Schildkröte) bis 1000 Euro (Gorilla, Nashorn, Jaguar). „Die Patenschaft gilt vom Abschluss an ein Jahr. Sie kann jederzeit verlängert werden“, erklärt Schwinn.

Der Pate erhält eine Urkunde und wird zum Patentag eingeladen, an dem er oder sie vom Pfleger Aktuelles aus dem Leben des Tieres erfahren. Die Einnahmen fließen in die Optimierung der Tierhaltung.

Ingrid und Dieter Wotke freuen sich, den Krefelder Zoo unterstützen zu können. Dieser sei im Vergleich zu anderen Städten zwar klein. Doch gerade die Überschaubarkeit sei seine Stärke. Ingrid Wotke: „Hier kann man einen kleinen Urlaub verbringen.“

Ihr Mann ergänzt: „Wir lernen auch viel.“ Vor allem in den Gesprächen mit den Pflegern und bei den Reisen mit den Zoofreunden. Mit diesen waren sie schon in Leipzig, Halle und Dresden in den Zoologischen Gärten, aber auch in München, Schwerin, Stralsund oder Kerkrade. Ihr erworbenes Wissen über die Tiere und deren Haltung geben sie gerne weiter – so zum Beispiel, wenn eine Mutter mit ihrem Kind vor dem Jaguar-Gehege steht und von dem schönen Tiger schwärmt, „versuchen wir vorsichtig zu korrigieren“.

„Durch den Zoo haben wir eine unglaubliche Bereicherung für unser Leben erfahren“, stellt der 74-Jährige fest. Und seine Frau schwärmt von einem Besuch der Zoo-Savanne und der benachbarten Erdmännchen-Lodge: „Wenn man dort an einem warmen Sommerabend steht, ist das hier wie in Afrika.“

Jahreskarten für den Zoo kosten zwischen 22 Euro (Kinder) und 98¬Euro (zwei Erwachsene und bis zu vier eigene Kinder oder Enkel) und sind für ein Jahr gültig. Bei Veranstaltungen und Führungen werden die Karten anteilig angerechnet. Der Kauf ist am Eingang des Zoos täglich, auch sonntags, möglich.

http://zookrefeld.de
http://zoofreunde-krefeld.de


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Hilfe durch Geld und viel Einsatz

Die Zoofreunde Krefeld helfen nicht nur finanziell. Sie stehen dem Zoo auch mit ihrer Tatkraft zur Seite. Das Ziel: Den Zoo wie ein Juwel zu hüten.

Über 3000 Mitglieder zählt der Verein der Zoofreunde Krefeld. Durch ihre Mitgliedsbeiträge, großzügige Geldspenden und persönliches Engagement lassen sie auf vielfache Weise Zooträume Realität werden. Nicht nur finanziell, sondern auch durch ehrenamtlichen Einsatz. Ohne ihn könnte der Verein diese Arbeit nicht leisten. Darum ist auch jede Verstärkung für das Team willkommen.

Die Zoofreunde Krefeld als Förderverein verfolgen das Ziel, den Zoo mit seinen Tieren, Gehegen und der Parkanlage weiterzuentwickeln und ihn gemeinsam mit der Leitung und den anderen Mitarbeitern wie ein Juwel zu hüten. Hier sollen sich Menschen und Tiere wohlfühlen. Dafür setzen sie sich seit 1972 ein. Heute ist der Verein Mitgesellschafter der Zoo Krefeld gGmbH und haben einen Gesellschafteranteil von 25,1 Prozent.

Mittlerweise flossen bereits über zehn Millionen Euro aus zahlreichen Spenden und Nachlässen über die Zoofreunde in den Ausbau und Neubauten von modernen Tieranlagen. Der Verein hilft Spendern bei der zielorientierten Umsetzung von eigenen Ideen, und sie werden zudem gerne in geplante Projekte mit eingebunden. „So entstanden neue naturnahe und für den Besucher hoch attraktive Gehege“, betont Vereinsvorsitzender Friedrich R. Berlemann. Zugleich fördern die Zoofreunde den Bildungsauftrag des Zoos im Forscherhaus wie in der Zooschule, die Arbeitssicherheit in der Tierpflege und die vom Zoo unterstützten Freilandprojekte im Artenschutz.

Viele Beispiele zeigen, dass die Zoofreunde die Spenden ihrer Gönner zum Wohle der Tiere eingesetzt haben: Das Affentropenhaus, das Vogeltropenhaus, das Forscherhaus, der SchmetterlingsDschungel, der Gorilla-Garten, der PinguinPool und die Nashorn-Savanne sind hierbei nur einige dieser Projekte. Dazu zählen aber auch zahlreiche kleinere Maßnahmen, wie ein Warmhaus für Flamingos oder Besucherplattformen.

„Spender sind glücklichere Menschen“: Diese Aussage hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) getroffen. Seine Ökonomen und Forscher stellten fest, dass positiv eingestellte Menschen ihre Erfahrungen auch positiv vergelten. Dies ermutigt den DIW-Forscher Prof. Jürgen Schupp zu der Aussage, dass Spender glücklicher sind als andere Menschen.

Die weitere Modernisierung des Zoos ist eine Mammutaufgabe; viele Projekte stehen in der weiteren Zukunft noch an. Daher hoffen die Zoofreunde auf weitere Unterstützung und Unterstützer.

Denn es gibt jetzt und in der Zukunft noch viel zu tun. Getreu dem Leitgedanken: „Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen“ setzten die Zoofreunde auf kreative Aktionen, Aufklärung und die Begeisterung von Zoobesuchern. Wer Gutes für Natur, Artenschutz und Tiere leisten möchte, ist bei den Zoofreunden Krefeld genau richtig.

Kontakt:
Zoofreunde Krefeld e.V.
Eichendorffstraße 36
47800 Krefeld
Tel.: (0 21 51) – 51 23 751


Kolumne F. R. Berlemann - Ein Abend, den man nicht vergisst

Zoofreunde und Zoo hatten Mitte Mai zur 4.Dreamnight eingeladen.

Es war wieder ein Ereignis, das man nicht vergisst. Mitte Mai hatten Zoo und Zoofreunde zur nunmehr 4. Dreamnight eingeladen. Dabei wurden Kinder über soziale Einrichtungen, Schulen und Krankenhäusern und deren Begleitung kostenlos eingeladen und die Tore des Zoos für sie geöffnet. Kinder mit Handicap oder einer chronischen Erkrankung sollten einen schönen, unbeschwerten Abend erleben können.

Welch eine Freude, in die Augen der Kinder zu schauen. Die Begeisterung zu erleben. Das Lächeln und Lachen in den strahlenden Gesichtern zu sehen. Das hat mich berührt und gleichzeitig froh gestimmt. Viele hatten noch nie ein Wildtier mit eigenen Augen gesehen, ein Fell oder eine Feder berührt. Die Abendstunden im Zoo mit seinen Gerüchen, seinen eigenen Geräuschen, waren etwas Besonderes.

Das Team von Zoo und Zoofreunden hatten für zusätzliche Attraktionen gesorgt. Feuerwehr, Polizeiauto, Bagger, Geschicklichkeitsturnier und vieles mehr luden zum Mitmachen ein. Alle gaben ihr Bestes, um den über 450 Kindern und Begleitern einen außergewöhnlichen Zoo-Abend zu bereiten. „Es war so schön zu sehen, wie glücklich die Kinder waren“, schrieb später die Betreuerin Janina Mellen, Dipl. Soz. Päd. an der Bischöflichen Maria-Montessori-Gesamtschule.

Ich danke allen, die mitgeholfen haben, dies möglich zu machen. Er hat mit Sicherheit viele der Anwesenden berührt. Unser schöner Zoo, dieses Habitat mit seinen Bäumen, den Tieren, der Artenvielfalt von der Ameise bis zum Elefanten und so vielen Freunden hat zusätzliche Freude bereitet. Gerade solche Momente machen mich stolz, ein Zoofreund zu sein, von ganzem Herzen.

Ihr Friedrich R. Berlemann
1. Vorsitzender der Zoofreunde e.V.