Sanierung des RegenwaldHauses im Krefelder Zoo

Krefelder Zoo-Zeitung:Sanierung des RegenwaldHauses im Krefelder Zoo

Im RegenwaldHaus werden die alten Holzpfeiler nun durch Stahlträger gestützt. Die Herausforderung: Während der Sanierung bleibt das Haus für die Besucher geöffnet.

Wer sich auf die tropischen Pflanzen und Tiere konzentriert, bemerkt es vielleicht gar nicht. Wer zwischen den Bäumen und Sträuchern genau hinsieht, entdeckt Metallpfeiler, die wie schlanke Türme im Regenwald Haus stehen. Diese vorübergehende Bauwerke haben einen wichtigen Grund: Das Haus wird saniert, die in die Jahre gekommenen Holzpfeiler werden durch Stahlträger gestützt. Das ist an sich schon eine Herausforderung, das Ganze aber so zu schaffen, dass keine Tiere oder Pflanzen umziehen müssen und die Besucher die unterschiedlichen Attraktion weiterhin genießen können, setzt eine logistische Meisterleistung voraus.

Das RegenwaldHaus ist zwischen 1995 und 1998 geplant und errichtet worden. Es hat die Form eines Kegels, dessen Spitze nach innen zeigt. Dieser besondere Kegel wird seit mehr als 20 Jahren im Wesentlichen von 16 Holzstützen getragen die rundherum verteilt sind. Sie bestehen aus Fichte und Tanne, die für das heiße und feuchte Klima des Hauses nicht geeignet sind, schließlich herrschen dort ständig Temperaturen um die 25 Grad Celsius und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Erschwerend kam ursprünglich noch hinzu, dass die Träger zur Hälfte im und zur Hälfte außerhalb des Hauses standen, sodass das Holz auch bisweilen noch sehr unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt war. Der Rechtsstreit mit dem Erbauer verlief zwar erfolgreich für den Zoo, viel Geld blieb nach Abzug der Gerichts- und Gutachterkosten aber nicht mehr übrig.
                   

Ein Hagelschaden aus dem Jahr 2008 führte zu einem ersten Lösungsversuch. Weil das Dach saniert werden musste, wurde die Fassade nach draußen versetzt, so dass die Träger nun vollständig im Gebäude waren. Die Rückmeldungen des Holzgutachters blieben aber die gleichen: Das Holz fault weiter, auf Dauer muss eine andere Lösung gefunden werden. Sie lautet: verzinkte Stahlträger einfügen, die die Tragkraft übernehmen. Sie kostet: 1,1 Millionen Euro für alle 16 Pfeiler. Deshalb werden nun die vier Stützen genommen, die am stärksten betroffen sind, die weiteren folgen in den nächsten Jahren. Und das Ganze geschieht im laufenden Betrieb, weil das RegenwaldHaus zu den beliebtesten Einrichtungen im Zoo zählt.

Damit sind die Herausforderung für Roger Morgenthal und sein Team mächtig gewachsen. Sie müssen alle Teile und Maschinen durch die relativ kleinen Türen ins Regenwaldhaus und über Trampelpfade an die passenden Stellen bringen. Sie müssen die Gerüste zwischen und um die Pflanzen herum bauen, bevor sie endlich an den Stützen arbeiten können. Ihre Lösung: Sie bauen zunächst die erwähnten schlanken Türme und schaffen dann eine Etage, also gut vier Meter, höher das Podest für das Gerüst. Allerdings müssen sie sich dafür erst einmal ein Fundament schaffen, denn auf dem weichen und feuchten Boden stehen die Türme nicht so. Schotter, eine Platte und Balken sorgen dafür, dass die 350 bis 400 Kilogramm gleichmäßig verteilt und stabil platziert werden. Und dann müssen die Stahlexperten noch auf Kabel und die Heizungsanlage achten, auch weil die Heizung wegen des beschriebenen Klimas immer nur teilweise und dann auch möglichst kurz außer Betrieb genommen werden darf. Das führt für Morgenthal und seine Kollegen zu ungewohnten Konferenzen. Sie besprechen jeden dieser Arbeitsschritte mit einem Statiker – sowie mit einem Gärtner und einem Tierpfleger.

An Wochentagen können die Besucher von zwei Seiten durch das RegenwaldHaus laufen und stoßen an dem Punkt, an dem sich die Bauarbeiten gerade befindet, auf eine Sackgasse. Am Wochenende werden die Baustellen so beseitigt, dass die Besucher wie gewohnt durchs Haus gehen können.


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Eine Zwergesel-Patenschaft für Unitymedia

TV- und Internetanbieter

Nachdem das Filialteam von Unitymedia von der Hochstraße zuletzt die Patenschaft für ein Alpaka übernommen hatte, entschied es sich nun für einen Zwergesel. „Wir wollen nicht nur die Menschen mit Internet und TV versorgen und guten Service bieten, sondern uns auch für die Stadt engagieren“, erläutert Leiterin Maja Dickhöver. „Das Alpaka im vergangenen Jahr war etwas Wundervolles. Etwas ähnlich Tolles sollte es auch in diesem Jahr sein.“ Beim Blick in die Liste der Tierarten, für die jeder eine Patenschaft übernehmen kann, fiel das Auge der Mitarbeiter auf den Zwergesel. „Genau so klein und schön wie unsere Pakete. Damit war die Patenschaft gebucht, und ein paar Tage später war auch die Urkunde da.“ Unitymedia ist ein Komplettanbieter von Kabelfernsehen, Internet und Telefon in vielen verschiedenen Kombinationen. In Hessen, Baden-Württemberg und NRW sind rund 13 Millionen Haushalte an das Netz angeschlossen.


Gorilla-Senioren im Wohlfühlprogramm

Die Publikumslieblinge Massa und Boma haben ein besonderes Alter erreicht – auch mit Eigenheiten.

Der ältere Herr hat einen empfindlichen Magen. Er verträgt nichts Süßes. Also gibt es von den Pflegern kein süßes Obst mehr. Soweit noch alles wie im normalen Seniorenheim. Die Alternative für besagten Herrn sind allerdings Blätter. Und er ist 48 Jahre alt. Aus menschlicher Perspektive betrachtet: kein Alter. Aber für einen Flachlandgorilla schon, da die Jahre in etwa doppelt zählen. In freier Wildbahn werden diese Menschenaffen im Schnitt zwischen 40 und 45 Jahre alt. Und so bekommt Massa, der seit 1975 im Krefelder Zoo lebende Silberrücken, wegen seines empfindlichen Seniorenmagens unterstützend Medikamente für die Bauchspeicheldrüse.

Mit seinen langjährigen Mitbewohnerinnen Tumba und Boma gehörte Massa in den 1980er- und 1990er-Jahren zu der sehr erfolgreichen Zuchtgruppe, deren vielfache Kinder, Enkel und Urenkel entscheidend für den Aufbau einer Zoopopulation von Gorillas in Europa waren.

Nun waren sie alle drei in die Jahre gekommen, als im Mai völlig unerwartet Tumba mit 45 Jahren starb. Das bis dahin gerade angesichts seines Alters robuste Weibchen hatte eine Darmentzündung, die sich innerhalb nur weniger Stunden massiv verschlechterte. „Wir waren alle sehr überrascht, mit ihrem Tod hatte niemand gerechnet“, sagt Zoo-Pressesprecherin Petra Schwinn. Das Tier habe vorher keinerlei Probleme gehabt.

Für Massa, ältester Gorilla-Mann Europas, und die 46 Jahre alte Boma bedeutet das: Sie sind allein in ihrem Gehege. Die zwei, die immer schon eine besonders enge Bindung hatten. Boma war im Vergleich zu Tumba immer die Chefin der Gruppe. Im Gegensatz zu Massa sei das Weibchen „total robust“, sagt Petra Schwinn.

Gemeinsam können sie ihren Lebensabend hier verbringen. Stress wird von den beiden ferngehalten. Dafür ist zum Beispiel eine der beiden Panzerglasscheiben ihres Geheges abgeklebt, so dass sie jederzeit ihre Privatsphäre haben können. Ansonsten können sie sich hinter die für die Besucher nicht einsehbaren Wände zurückziehen. Die Verantwortlichen hoffen, dass das Paar seinen „Ruhestand“ noch lange genießen kann. Nach ihnen soll neben der Familie um Silberrücken Kidogo im Gorilla-Garten keine weitere Gruppe aufgebaut werden.


Alte Handys helfen Gorillas

Schutz der Regenwälder

Kinder einer Bochumer Kita haben insgesamt 107 alte Handys gesammelt und dem Krefelder Zoo zur Unterstützung der Berggorilla & Regenwald Direkthilfe mit dem Versprechen übergeben, dass sie weiterhin solche Geräte zum Schutz der Gorillas und ihres Lebensraumes sammeln möchten. Den Kindern umweltbewusstes Handeln, Natur- und Artenschutz zu vermitteln, ist der städtischen Kita am Krüzweg sehr wichtig. So sind weitere Aktionen, wie das Pflanzen einer Bienenwiese und der Bau eines Insektenhotels, geplant.

Doch was genau haben die alten Handys mit den Gorillas zu tun? Besonders stark zur Zerstörung der Lebensräume trägt der Abbau von Gold, Silber und Kupfer bei. Genau diese Rohstoffe werden für die Handyproduktion benötigt. Aus diesem Grund sammelt der Zoo Krefeld alte Handys, die recycelt werden. Hierdurch wird eine große Menge wertvoller Rohstoffe wiedergewonnen –- dies reduziert den Abbau in den natürlichen Lebensräumen der Menschenaffen. Der Erlös aus dem Recycling kommt der Direkthilfe zugute.

Wer ebenfalls ein altes Handy oder Smartphone zu Hause, kann es an der Zookasse oder im Forscherhaus abgeben und so einen Teil zum Erhalt der Menschenaffen beitragen.